Seelische Erkrankung
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)/kPTBS
Eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung, die nach einem traumatischen Ereignis auftreten kann und durch intensive, belastende Symptome wie Flashbacks, Vermeidungsverhalten und erhöhte Erregbarkeit gekennzeichnet ist. Ein Trauma ist eine ernste, bedrohliche Situation, in der eine Lebensgefahr oder eine massive Bedrohung der Gesundheit selbst erlebt oder beobachtet wurde. Ein solches Erlebnis kann beispielsweise psychischer oder physischer Missbrauch, Gewalt oder ein schwerer Unfall sein. Patienten mit PTBS beschreiben häufig das Wiedererleben des Ereignisses, eine erhöhte Alarmbereitschaft oder Schlafstörungen. Orte, Personen oder Gegenstände, die mit dem Trauma in Verbindung gebracht werden, werden gemieden. Die Symptome entwickeln sich in der Regel innerhalb von 6 Monaten, können aber auch erst Jahre oder Jahrzehnte später auftreten. In Deutschland sind im Durchschnitt zwischen 1 und 3 % der Bevölkerung von einer PTBS betroffen.
Die komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (k PTBS) ist eine Störung, die sich entwickeln kann, nachdem man einem Ereignis oder einer Reihe von Ereignissen extrem bedrohlicher oder schrecklicher Natur ausgesetzt war, meist lang anhaltende oder sich diagnostischen Voraussetzungen für eine PTBS müssen erfüllt sein. Darüber hinaus haben Betroffene schwere und anhaltende Probleme bei der Gefühlsregulation, negative Selbstüberzeugungen mit Untergelegenheit, Wertlosigkeit, Scham- und Schulderleben im Zusammenhang mit dem traumatischen Ereignis und Schwierigkeiten, Beziehungen aufrechtzuerhalten und sich Anderen nahe zu fühlen. (ICD 11)







