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Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster GmbH
Friesenstraße 11
24534 Neumünster

Tel.: 04321 405-0
Fax: 04321 405-1609

Internistisch-onkologische Behandlungen

Die internistisch-onkologische Behandlung bösartiger Erkrankungen durch unser Team reicht von der Diagnostik bei Erstdiagnose bis zur Begleitung in fortgeschrittenen Stadien einer Tumorerkrankung.

Sie beinhaltet die Gabe von Zytostatika, spezifischer Antikörper und zielgerichteter Moleküle in Tablettenform sowie die supportive (unterstützende) Behandlung von Schmerzen, Problemen der Ernährung, Nebenwirkungen der Therapie und die symptomatische/palliative Behandlung von Tumorfolgen.

Es besteht eine enge Verflechtung zwischen der stationären Diagnostik und Behandlung mit der überwiegend ambulant erfolgenden Therapie in unserer Onkologischen Ambulanz.

Da die internistisch-onkologische Behandlung oft nur einen Teilaspekt der umfassenden Behandlungsstrategie darstellt, arbeiten wir eng mit den chirurgischen, radiologischen und strahlentherapeutischen Abteilungen in unserem Hause zusammen. Wichtige Therapieentscheidungen werden zu Beginn und im Verlauf der Erkrankung in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen, an der Ärzte aller mit der Behandlung bösartiger Neubildungen befassten Disziplinen teilnehmen.

Entsprechend enge Verbindungen bestehen mit der Praxis für Strahlentherapie, der Thoraxchirurgie und der Gastroenterologie im Hause mit allen Möglichkeiten palliativer Maßnahmen wie z. B. Tumorstenteinlagen bei drohendem Verschluss eines Organs durch das Tumorwachstum sowie Argon-Plasma-Koagulation bei Tumorblutung.

Seltene Erkrankungen vor allem des blutbildenden Gewebes (Knochenmark) und des Lymphsystems behandelt unser Team in enger Zusammenarbeit mit den universitären Zentren und, wo immer möglich, im Rahmen nationaler und internationaler Studien.

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Pflegerische Versorgung

Die pflegerische Versorgung leisten wir durch ein Team aus Care Manager, Gesundheits- und Krankenpflegekräften, die speziell onkologisch weitergebildet sind, Krankenpflegehelfern und Stationssekretärinnen.

Schwerpunkte sind die Begleitung und Pflege während komplexer Behandlungen, wie z. B. Chemotherapien, sowie die Unterstützung bei der Bewältigung von Symptomen durch die Tumorerkrankungen.

Die psychische und soziale Begleitung unserer Patienten und deren Angehörigen während des phasischen Krankheitsverlaufes bei Tumorerkrankungen wird durch unseren Sozialdienst, die Seelsorge und die Hospizinitiative Neumünster e. V. unterstützt.

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Stationäre und ambulante Behandlungen (Nephrologie/Dialyse)

Bild: Klinik für Hämatologie, Onkologie & Nephrologie

Akute und chronische Nierenerkrankungen bilden den zweiten Schwerpunkt unserer Klinik. Dabei nehmen wir im stationären Bereich überwiegend die Diagnostik und Akutbehandlung neu aufgetretener Nierenschwäche auch als Folge von Autoimmunerkrankungen vor und leiten beispielsweise eine chronische Nierenersatztherapie („Dialyse“) ein. Ambulant bieten wir alle gängigen Dialyseverfahren an. Unsere Dialysestation verfügt über eine moderne Station mit insgesamt 17 Dialyseplätzen in fünf Räumen.

Ein zwölfköpfiges Team aus Fachschwestern und -pflegern und mehreren Ärzten betreut unsere Patienten und führt über 7.000 Behandlungen im Jahr durch.

Zur Anwendung kommen alle gängigen Verfahren der Nierenersatztherapie mit moderner Technik:

  • HD (Hämodialyse)
  • HDF (Hämodiafiltration)
  • HF (Hämofiltration)
  • PD (Peritonealdialyse)
  • Spezialverfahren wie Plasmapherese, Immunadsorption,                      Kryofiltration und Leichtkettenfiltration

Unsere Nephrologie/Dialyse arbeitet eng mit der Gefäßchirurgie und der Klinik für Allgemeinchirurgie unseres Hauses zusammen, zum Beispiel bei Anlage eines Dialyseshunts, auch mit Prothesenimplantation, Anlage von Vorhofkathetern und Peritonealdialysekathetern.

Selbstverständlich bieten wir Patienten, die ihren Urlaub in Schleswig-Holstein verbringen möchten, nach Absprache entsprechende Behandlungstermine an.

Die Dialysestation ist nach dem Qualitätsstandard DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.

Nächtliche Peritonealdialyse mit einem Cycler

Bei Patienten mit einer Kombination aus Nieren- und Herzschwäche (kardiorenales Syndrom), die durch alleinige medikamentöse Behandlung nicht sicher zu kontrollieren ist, kann diese Methode wesentlich zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes und der Lebensqualität beitragen. Die Therapie erfolgt üblicherweise drei bis vier mal wöchentlich über Nacht in den Räumlichkeiten unserer Klinik.

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Ambulante Behandlung in der Onkologischen Ambulanz

Da viele Therapien in der Onkologie über einen längeren Zeitraum erfolgen, bieten wir hier die Möglichkeit, diese Therapien ambulant durchzuführen.

In den Räumlichkeiten unserer Onkologie sind 16 Plätze für ambulante Behandlungen vorhanden, auch Liegemöglichkeiten sind gegeben.

Neben der klassischen Chemotherapie per Infusion werden auch moderne Antikörper und die sogenannten zielgerichteten Therapien, oft in Tablettenform, verabreicht.

Wir begleiten unsere Patientinnen und Patienten und versuchen auch durch optimale Begleittherapien den Einfluss, den eine Tumortherapie immer auf das tägliche Leben hat, so gering wie möglich zu halten. Durch die räumliche Nähe zur Klinik ist jederzeit eine enge Verzahnung mit allen Fachgebieten, die sich mit Tumorkrankheiten auseinandersetzen, gegeben.

Seit geraumer Zeit bieten wir mittels Paragraf 116 b SGB V auch die ambulante  Behandlung immunologischer Erkrankungen in unserer Onkologischen Ambulanz an.

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Studiensekretariat der Onkologie/Hämatologie

Entsprechend unserem Behandlungsauftrag durch die Krankenkassen bieten wir Patienten an, im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien sowie Studien, die ein neues Medikament zur Zulassungsreife bringen, behandelt zu werden. Geeignete Patienten erhalten so die Möglichkeit, an neuesten Entwicklungen im Bereich der Therapie bösartiger Erkrankungen teilzuhaben.

So wird z. B. in einer Studie für Patienten mit metastasiertem Lungenkrebs ein grundsätzlich neues und vielversprechendes Wirkprinzip erprobt, welches bei einer anderen Tumorart aufgrund der guten Wirksamkeit bereits zur Anwendung zugelassen ist. Das in dieser Situation noch nicht zugelassene Medikament wird dabei zum Zwecke der Prüfung von der Pharmaindustrie zur Verfügung gestellt.

In einer anderen Studie bei Patienten mit Enddarmkrebs wird eine neue Medikamentenkombination darauf getestet, ob ein späterer Rückfall der Krankheit mit z. B. Lebermetastasen unter dieser Kombination seltener auftritt und somit weniger Patienten an ihrer Krebserkrankung versterben.

Im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien bei einer Lymphdrüsenkrebsart haben Patienten Zugang zu einer neuen diagnostischen Methode, deren Anwendung außerhalb der Studie (noch) nicht zugelassen ist („PET-CT“):

Bei seltenen Erkrankungen profitieren Patienten und behandelnde Ärzte von dem Expertenwissen einer etablierten Studiengruppe. Auftretende Probleme im Therapieverlauf können unkompliziert direkt mit Kollegen in der Studienleitung besprochen werden.

Im Rahmen von Studien werden häufig zusätzliche Untersuchungen an dem bei Erstdiagnose gewonnenen Gewebe aus dem Tumor vorgenommen. Dabei wird versucht, Merkmale des Tumorgewebes zu entdecken, die für die Therapieplanung bei künftigen Patienten von Bedeutung sein können. Wir sind unter anderen an dem weltweiten Projekt des Internationalen Krebsgenom Konsortiums zur Entschlüsselung des Tumorerbgutes beteiligt.

Nicht zuletzt „färbt“ der Umgang mit Studien auf den Klinikalltag ab. Erfahrungen des Therapeutenteams durch die Teilnahme an Studien führen zu standardisierten Therapieabläufen und kommen so allen unseren Patienten zugute.

Als Mitglied des Klinischen Krebsregisters Schleswig-Holstein e.V. (KKR-SH) erfassen wir die klinischen Befunde und die Verlaufsdaten der in unserem Hause behandelten Patientinnen und Patienten in der Krebsregisterdatenbank des Landes Schleswig-Holstein. Die erhobenen Daten werden zum Zwecke der Qualitätssicherung der onkologischen Versorgung ausgewertet.

Ihre Ansprechpartner hierzu sind:

Carmen Siebels
Tel. 04321 405-5037
E-Mail carmen.siebels@fek.de