Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster GmbH
Friesenstraße 11
24534 Neumünster

Tel.: 04321 405-0
Fax: 04321 405-1609

Coronavirus – Was Sie jetzt wissen müssen

Im Folgenden beantworten wir die häufigsten Fragen.

Stand: 01.04.2020

Besuchsregelung

Ab SOFORT gilt ein absolutes BESUCHSVERBOT im FEK. Wir sind gezwungen diese Maßnahmen so durchzusetzen, um das Virus einzudämmen und mögliche Kontaktketten zu unterbrechen. Bitte diskutieren Sie nicht mit unseren Mitarbeitern, diese setzen nur die Anordnung um und haben genug um die Ohren damit die Versorgung der Patientinnen und Patienten sichergestellt werden kann!

Ausnahmen sind in begründeten Einzelfällen möglich, aber NUR nach ärztlicher/ pflegerischer Vereinbarung! Dazu gehören natürlich die Kinderklinik und die Palliativstation!

Wir wissen, dass diese drastischen Maßnahmen Unannehmlichkeiten mit sich bringen, jedoch geht es hier um IHRE Gesundheit! Wenn Sie Ihren Angehörigen, die im Krankenhaus sind, Dinge für den täglichen Gebrauch vorbeibringen müssen, klären Sie dies bitte vorab TELEFONISCH! Dazu haben wir Besuchertelefon eingerichtet.

Besuchertelefon: 0160 - 99677906

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Geburt/Kreißsaal

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren hat am 1. April 2020 einen neuen Erlass veröffentlich:

Es ist weiterhin eine Person bei der Geburt im Kreißsaal zugelassen, wenn diese die Voraussetzungen unseres Corona-Fragenbogens erfüllt. Nach der Geburt muss die Begleitperson die Klinik verlassen.

Familienzimmer sind ebenfalls nicht mehr zulässig.

 

Zutrittsverbot

Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Corona-Risikogebiet aufgehalten haben, dürfen das FEK nicht betreten.

Als Risikogebiete sind zurzeit der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen, Italien, Iran, Provinz Hubei inklusive der Stadt Wuhan in China und die Provinz Gyeongsankbuk-do in Südkorea.

Ausgenommen davon sind behandlungspflichtige Personen, die gebeten werden, sich telefonisch zuerst an ihren Hausarzt zu wenden oder unter der Telefonnummer 116 117 beraten zu lassen. Der Gang in die zentrale Notaufnahme sollte nur bei schweren Erkrankungen erfolgen und vorher telefonisch abgesprochen sein. 

Des Weiteren steht die Videosprechstunde des FEK von Montag – Freitag von 14.00 -18.00 Uhr zur Verfügung. Link Onlinedocs
 

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Veranstaltungen im FEK

Um die Ausbreitungsdynamik zu reduzieren, werden vorerst bis einschließlich 20.04.20 alle Patienteninformationsveranstaltungen abgesagt, dies betrifft auch die Bauch& Baby Messe, die Kreissaalführungen  und alle VHS Veranstaltungen, die im FEK hätten stattfinden sollen.

Aus reiner Vorsicht und Umsicht verzichtet das FEK auch auf die Durchführung des Tags der offenen Tür, der für den 10. Mai geplant war. Dieser wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

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Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei der normalen Grippe und anderen Atemwegsinfektionen: Husten und Niesen Sie nur in Ihre Ellenbeuge, nicht in Ihre Hand. Waschen und desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände und halten Abstand zu Erkrankten (1-2 Meter). Da auch die Grippe derzeit in Deutschland um sich greift, sind diese Maßnahmen generell empfehlenswert. 

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Worauf ist beim Händewaschen zu achten?

Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten:

  1. Halten Sie die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Die Temperatur können Sie so wählen, dass sie angenehm ist.
  2. Seifen Sie dann die Hände gründlich ein – sowohl Handinnenflächen als auch Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Denken Sie auch an die Fingernägel. Hygienischer als Seifenstücke sind Flüssigseifen, besonders in öffentlichen Waschräumen.
  3. Reiben Sie die Seife an allen Stellen sanft ein. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.
  4. Danach die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwenden Sie in öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns ein Einweghandtuch oder Ihren Ellenbogen.
  5. Trocknen Sie anschließend die Hände sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen. In öffentlichen Toiletten eignen sich hierfür am besten Einmalhandtücher. Zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.

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Wie lange dauert es, bis die Krankheit ausbricht?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt. Im Schnitt beträgt sie laut der WHO fünf bis sechs Tage.

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Welche Symptome werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst?

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann  zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit führen, auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost wurde berichtet. Sehr wenige  Betroffene leiden an Übelkeit und Durchfall.

Die Krankheitsverläufe variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Lungenentzündungen mit Lungenversagen und Tod.

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Wie sollte man reagieren, wenn man Symptome bei sich oder seinen Mitmenschen feststellt?

Auf keinen Fall sollten Sie ohne vorherigen Anruf zum Hausarzt oder in ein Krankenhaus gehen – sonst besteht die Gefahr, dass Sie weitere Personen anstecken. Gerade in Krankenhäusern befinden sich viele immunschwache Personen.

Wenn Sie befürchten, sich mit dem Virus infiziert zu haben, rufen Sie bitte zunächst Ihren Hausarzt oder die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117 an.  Diese Nummer ist rund um die Uhr besetzt. Die Mitarbeiter werden Ihnen sagen, was zu tun ist.

Von Montag- Freitag jeweils von 14.00 – 18.00 Uhr erreichen Sie über unsere Homepage auch unsere Onlinedocs.

Wenn die Symptome im Verlauf immer stärker auftreten, Sie dauerhaft hohes Fieber haben und zudem unter Luftnot leiden, rufen Sie im Zweifelsfall den Notarzt.

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Wie wird das Virus übertragen?

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Das bedeutet auch, dass eine korrekte Handhygiene wichtig ist: Viren, die auf Hände gelangen, können über Berühren des Gesichtes übertragen werden. Korrekte Händehygiene ist daher ein wichtiger Teil der Vorsichtsmaßnahme.

Weitere Übertragungswege sind noch nicht abschließend geklärt.

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Kann man sich über importierte Waren aus Risikogebieten anstecken?

Das ist nach derzeitigem Stand sehr unwahrscheinlich: Coronaviren besitzen eine relativ geringe Umweltstabilität, d.h. die Viren überleben (außerhalb des Körpers) schwankende Umweltbedingungen nicht. (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertungen)

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Wer ist besonders gefährdet?

Immunschwache Personen (z.B. Chemotherapie-Patienten oder Menschen mit angeborener Abwehrschwäche) und ältere Menschen.

Schwangere haben laut der WHO kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

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Was sind Corona-Viren?

Corona-Viren sind bereits seit den 60er Jahren bekannt und können sowohl Menschen als auch Tiere infizieren (vor allem Säugetiere und Vögel). Neu ist Corona also nicht – neu ist lediglich der Erregerstamm, der sich derzeit verbreitet. Die Viren können verschiedene Krankheiten verursachen, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlich oder tödlich verlaufenden Krankheiten (wie z.B. SARS).

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Gibt es einen Impfstoff?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.

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Warum müssen Personen mit Verdacht auf Corona 14 Tage in Quarantäne?

Eine weitere Ausbreitung soll so gut es geht verhindert werden. Die Inkubationszeit des Virus beträgt 14 Tage, weshalb der Gesundheitszustand über diesen Zeitraum beobachtet werden muss. Die sozialen Kontakte von Betroffenen müssen so lange auf ein Minimum reduziert werden.

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Wenn ich nicht zum Hausarzt gehen soll, woher erhalte ich dann meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Wenn Sie eine Corona-Infektion vermuten, bitten wir Sie, sich nicht in ein Wartezimmer oder einen Wartebereich zu setzen. Bleiben Sie nach Möglichkeit Zuhause und rufen die Telefonnummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung an. Die Mitarbeiter sind rund um die Uhr erreichbar und werden Ihnen telefonisch mitteilen, ob Ihr Verdacht berechtigt ist und Sie auf die Krankheit getestet werden sollten. Falls Sie getestet werden, erhalten Sie von den Behörden unmittelbar nach dem Abstrich entsprechende Dokumente, die Sie wie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nutzen können.

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Sollte ich einen Mundschutz tragen?

Nein. Ein Mundschutz schützt Sie nicht vor Infektionen. Am besten schützt eine gute Händehygiene. Niesen und Husten Sie nur in Ihre Ellenbeuge, nicht in Ihre Hände.

Wenn Sie bereits unter einer Infektion leiden, dann kann ein Mund-Nasen-Schutz dazu dienen, Ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. Allerdings verliert der Schutz seine Wirksamkeit bei Durchfeuchtung.

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Wo gibt es weitere Informationen?

Informationen über das neuartige Coronavirus für die Fachöffentlichkeit sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar.

Informationen für Bürger, darunter Hygienetipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ), stellt die BZgA unter www.infektionsschutz.de zur Verfügung.

Hotlines für Bürger bieten unter anderem das BMG, die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, einige Bundesländer und Krankenkassen an.

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