Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster GmbH
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Jetzt wird es ernst

Die Vorbereitungen für den "Abriss" sind bereits größtenteils abgeschlossen. Abhängig von der Genehmigung des Schwertransportes für das 100t schwere Abbruchgerät, einem sogenannten Longfrontbagger (ähnlich Foto), wird ab dem 29.01.2018 mit dem "konstruktiven Rückbau" begonnen. Nach Auskunft der Firma TG-Umwelttechnik verweigert die Stadt Hamburg zurzeit noch eine entsprechende Transportgenehmigung.  

Longfrontbagger werden für Abbrucharbeiten an größeren und höheren Gebäuden eingesetzt. Mit dem am FEK zum Einsatz kommenden 35m-Ausleger kann der abzubrechende Gebäudeflügel in voller Höhe und bis zur Trennfuge in der Mitte des Flügels erreicht werden. Das Gerät wird im Innenhof des Altbaus zwischen B- und C-Flügel aufgestellt und kann mit den verschiedenen Anbauwerkzeugen Mauerwerk, Beton und auch Stahl zerkleinern. Das Material wird dann über einen bereits im Gebäude neben dem Treppenraum hergestellten Schacht abgeworfen und durch eine Öffnung in der Außenwand des Erdgeschosses entnommen, verladen und abgefahren. 

Zunächst werden die Lüftungszentrale über dem Treppenraum und Teile der alten Station 63 abgetragen. Auf der entstehenden Fläche werden dann Minibagger und Kompaktlader abgesetzt. Die Minibagger sind ebenfalls mit Abbruchscheren ausgestattet und werden im Bereich zwischen Trennfuge und der Abbruchgrenze am Kern Haupthaus eingesetzt, also außerhalb des Arbeitsbereiches des Longfrontbaggers. Die Kompaktlader werden zum Transport des Abbruchmaterials zum Abwurfschacht eingesetzt.  

Dieses Vorgehen erfordert einen geschossweisen Abbruch. TG-Umwelttechnik veranschlagt dafür pro Etage 3 Wochen und wird die Arbeiten dann voraussichtlich Mitte Mai 2018 abschließen können. Die Dauer ist im Wesentlichen folgenden Aspekten geschuldet: 

Der Abbruchbereich ist nur von einer Seite zugänglich, es besteht nur eine kleine "Angriffsfläche" für das Großgerät. Außerdem ist kaum Aufstellfläche vorhanden, so dass nicht mehrere Geräte gleichzeitig eingesetzt werden können. 

Da die tragenden Bauteile in den beiden unteren Geschossen weitgehend erhalten werden sollen, kann das Großgerät nicht alle Bereiche erreichen. 

Die Logistik für den Abtransport ist aufwendig, da nur die Zufahrt am B-Flügel des Altbaus zur Verfügung steht und keine Fläche zur Zwischenlagerung des Abbruchmaterials oder der Aufstellung von Fahrzeugen vorhanden ist (auf der Fläche des zukünftigen Bettenhauses finden zum Abbruchbeginn bereits Gründungsarbeiten statt).  

Der Krankenhausbetrieb darf durch die Arbeiten nur im unvermeidbaren Maß beeinträchtigt werden. Die gewählte Abbruchmethode ermöglicht es, Erschütterungen, Lärm und Staubentwicklung möglichst gering zu halten. Sie können aber auch bei Beachtung aller Schutzmaßnahmen nicht ausgeschlossen werden. Zum Schutz der Patienten ist eine Unterbrechung der lärm- und/oder erschütterungsintensiven Arbeiten zwischen 12.00 Uhr und 14.00 Uhr vorgesehen, andere Arbeiten werden in dieser Zeit fortgeführt.

Um die Staubentwicklung und -ausbreitung zu begrenzen, werden die jeweiligen Arbeitsbereiche "beregnet". Dennoch kann die Staubausbreitung nicht vollständig verhindert werden.  

Die entstehenden Erschütterungen werden wieder messtechnisch erfasst. Dazu werden die bereits zur Schwingungsüberwachung während der Bodenverbesserungsarbeiten eingesetzten Messgeräte umgesetzt und im Altbau, im Ersatzneubau sowie im Haupthaus aufgestellt. 

 

 

vom 19. Januar 2018